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Kreisfeuerwehrtag 2009 in Rreinheim

KFT2009_kleinReinheim. Zum wahren Volksfest gestaltete sich der Kreisfeuerwehrtag, den die fünf Reinheimer Stadtteilwehren gemeinsam am zurückliegenden Wochenende ausrichteten.
Das große Freigelände zwischen Schwimmbad und Feuerwehrzentrum hatte sich in einen bunten Festplatz verwandelt mit dem mehr als 1000 Besucher fassenden Festzelt, mit Karussell und Verkaufsständen.

Beeindruckend vor allem wieder die Straße der Feuerwehren, die vor und auf dem Gelände des Gerätehauses aufgebaut war und weit mehr war als eine reine Fahrzeugausstellung. An vielen Ständen gab es hier Informationen zum Thema Brandschutz. Höhepunkte des zweitägigen Festes waren aber zweifellos der große Unterhaltungsabend am Samstag mit knapp 2000 Besuchern, das Kreismusiktreffen am Sonntagvormittag und der große Festzug mit 1500 Teilnehmern am Sonntagnachmittag.

Bereits zur Eröffnung am Samstagvormittag im Feuerwehrgerätehaus waren viele Besucher gekommen. Sie erlebten dabei, wie Landrat Alfred Jakoubek, Kreisbrandinspektor Ralph Stühling und Reinheims Bürgermeister Karl Hartmann regelrecht in die Luft gingen. Eine große Drehleiter hievte sie für ihre Ansprachen hoch über Gäste und Festplatz.

Es sei ein schönes Zeichen von Gemeinsamkeit, dass sich alle fünf Reinheimer Stadtteilwehren zusammengeschlossen hätten, um diese Tage zu organisieren, sagte der Landrat.

Eingebettet in den Kreisfeuerwehrtag war auch der Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren. Die Wettkämpfe wurden im benachbarten Sportzentrum ausgetragen. Dabei hatten die Teams einen Löschangriff vorzutragen und mussten einen Hindernislauf bewältigen, der mit verschiedenen Aufgaben gespickt war. Bestes Team war die Jugendfeuerwehr Semd vor den Mannschaften aus Dieburg und Harpertshausen.

Viel beachtet war am Samstagnachmittag auch das Defilee der Feuerwehrauto-Oldtimer, die sich zu einen Sternfahrt durch den Odenwald formieren und später wieder auf dem Festplatz eintrafen. Das älteste Löschfahrzeug hatte schon 77 Jahren auf dem Buckel, war 1932 gebaut worden. Die weiteste Anreise mit mehr als 400 Kilometer hatten die Feuerwehrfreunde aus Mühldorf am Inn auf sich genommen.

Alle Erwartungen übertraf der Samstagabend. Rund 1600 Zuhörer drängten sich im Festzelt, einige hundert mussten mit einem Platz vor dem Zelt vorlieb nehmen. Alle wollten die Showband „Die bayerische Sieben“ erleben, die ihren Anhängern – Fanbusse waren sogar aus Stuttgart gekommen – ordentlich einheizte. Die Stimmung schlug hohe Wellen – und das bis ein Uhr in der Nacht. „Dieser Abend hat gezeigt, dass die Reinheimer, seit Jahren ohne richtige Kerb und ohne Heimatfest, so richtig ausgehungert waren nach einer solchen Veranstaltung“, freute sich der Reinheimer Wehrführer Klaus Adam Schäfer.

Mit Musik ganz anderer Art ging es dann am Sonntagvormittag weiter. Spielmanns- und Fanfarenzüge aus dem ganzen Landkreis spielten im Festzelt. Sie alle ordneten sich am Nachmittag dann in den Festzug ein, der rund eineinhalb Stunden lang durch die Reinheimer Straßen zum Festplatz zog.

Neben den Landkreiswehren sorgten auch viele Reinheimer Vereine und die Oldtimert-Feuerwehrautos für ein buntes Bild. Es waren 75 Gruppen mit insgesamt 1500 Teilnehmer, die später auch den Festplatz füllten. „Ein Feuerwehrtag mit diesen Dimensionen wird so schnell wohl nicht wieder erreicht werden“, lautete das Lob auswärtiger Teilnehmer.

Während sich auf dem Festplatz das Karussell drehte und die Schiffschaukel Hochbetrieb hatte, kamen die Spielmannszüge im Festzelt zum Bühnenspiel zusammen. Ab 18 Uhr spielte dann die Show- und Tanzband „Lärmfeuer“, mit der es auch am heutigen Montag weitergeht, wenn die Alters- und Ehrenabteilung der Wehren ab 11 Uhr zum großen Frühschoppen einlädt.

Text, Bilder: Darmstädter Echo